Naturparadies Messenien

Ein Großteil Messeniens ist inklusive seiner fünf vorgelagerten unbewohnten Inseln als „natura2000“-Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. In der Lagune des Naturreservates „Voidokiliá“ nahe der Bucht von Navarino rasten im Winterhalbjahr abertausende europäische Zugvögel und bieten beeindruckende Flugvorführungen, selbst Flamingos gehören zu den alljährlichen Gästen. Der letzten großen Seeschlacht der Welt, die unter Segeln und Kanonen zur Befreiung Griechenlands hier stattfand, haben wir das afrikanische Chamäleon zu verdanken, das vielleicht mit einem der ägyptischen Schiffe einwanderte und seitdem nur hier auf europäischem Boden zuhause ist. Die geschützte Wasserschildkröte „Caretta-Caretta“ legt im messenischen Sand ihre Eier ab, und besucht in den Fischerhäfen reich gedeckten Tisch. Auslaufende Boote werden oft von Delphinen begleitet.

Griechenland ist generell das artenreichste Land Europas, und nach Madagaskar weltweit an zweiter Stelle bei endemischen Gewürzen und medizinischen Pflanzen. Fast alle Vegetationszonen Europas sind in Messenien auf Grund der großen Höhenunterschiede vertreten: Der mediterrane Buschwald wird über 500m Seehöhe zum Eichenwald, auf 1500 Höhenmeter erwarten Sie weite naturbelassene Tannenwälder (Vasilikí-Forest mit Zufahrtsstraße bis 1.600m Seehöhe), über 2000m Höhe finden Sie Tundra-ähnlich bewachsenes Felsgebirge. Jede der Inseln birgt eine Überraschung. Die beiden Tropfsteinhöhlen der Insel Shiza sind bis heute nicht erforscht und vielleicht ein Abenteuer wert. Die Insel Sapientza hat den 10.000 Jahre alten, mystisch anmutenden Wald der endemischen „Erdbeerbäume“ sowie 800 wilde Steinböcke, kretische Bergziegen und Mufflons. Das Forstamt reguliert den Wildbestand, weshalb auch Ausländer geführte Jagdtouren im Herbst gegen Entgelt buchen können.

Unzählige Wander- und Bikerrouten erschließen die Highlights der messenischen Natur. Wilde Schluchten lassen Sie undurchdringlichen Dschungel erleben, Sie bewegen sich im Flussbett in dieser unberührten Natur fort, um minütlich eigene faszinierende Entdeckungen zu machen: Quellen, die mitten aus Felsen entspringen, im Taschenlampenlicht grün und blau aufleuchtende Felsgebilde, von Stalagtiten besetzt. Mediterrane und xotische Blüten, ungewohnte Vogelstimmen. Auf diesen Touren wird immer wieder der Entdeckergeist durch versteckte byzantinische Kirchlein oder mykenische Kuppelgräber an mystischen Plätzen mit unglaublich malerischem Landschaftspanorama belebt. Sie lesen mittlerweile im guten Reiseführer von drei besuchenswerten Wasserfällen, wir aber verraten Ihnen: es sind sechs! Ein kleines Wanderbuch von drei aktiven Damen aus Deutschland und Holland leitet Sie seit 2013 zu mehreren postkartenwürdigen Spots der Pylia. Lassen Sie sich in dieses einzigartige Naturparadies auf dem Peloponnes entführen!

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