Trifylia

Die Trifylia („Dreiblatt / Kleeblatt“) bezeichnet die Westküste von der Voidokiliabucht und dem Nestorpalast bis Kyparissía (sprich: Kiparissía). Die Dünenlanschaft nördlich der Bucht von Navarino bis Marathópolis wurde unlängst werbewirksam als „Costa Navarino“ betitelt, seit hier der erste Golfplatz des Peloponnes mit zwei Luxushotels im Mai 2010 eröffnet wurde (siehe Button „Wellness & Golf).

Schon vor 3000 Jahren dichtete Homer über den Nestor, dessen Königspalast unlängst 5km von Koryphasion ausgegraben wurde. Die dabei gefundene Badewanne der Königin, die wohl älteste Sanitäreinrichtung der Welt, ist dort zu besichtigen. Unzählige Kuppelgräber zwischen den Feldern und Hainen zeugen von mykenischer Vergangenheit. Archäologisch berühmt ist die Grabanlage von Peristeria unweit Kyparissia, der Verwaltungsstadt der Region: die quirlige Unterstadt bietet rund um den Hauptplatz Geschäfte aller Art sowie einen künstlichen Hafen mit gemütlichen Tavenern.  In der Oberstadt an der Burg, dem alten Stadtzentrum, finden Sie griechische Beschaulichkeit inmitten historischer Häuserarchitektur. Das 1224m hohe Egaleo-Gebirge lädt ein zu abkühlenden Ausflügen in hochgelegene Bergdörfer inmitten üppiger Vegetation, während kilometerlange Sandstrände zum Baden im glasklaren ionischen Meer verführen. Fast täglich erleben Sie Sonnenuntergänge im Meer wie gemalen! Hier legen Meeresschildkröten in Sommernächten ihre Eier ab. Beeindruckende Natur in Schluchten mit Wasserfällen erleben Sie am Grenzfluß Neda zur Nachbarprovinz Elis sowie in der größtenteils noch unzugänglichen Schlucht „Kókkina Paterá“ beim Dorf Valtá in der Nähe von Filiatra. Archäologischer Höhepunkt ist buchstäblich der Apollontempel von Wasses in völliger Bergeinsamkeit auf 1200m Meereshöhe. Dieser Tempel wurde schlichtweg gottseidank vergessen und im 18.Jhd von philhellenischen Reisenden nahezu vollständig erhalten wiederentdeckt. Mittlerweile haben ihm Schnee und Erdbeben so zugesetzt, dass er unter ein riesiges Zelt kam – es sieht aus wie die neueste Aktionsverpackung des internationalen Künstlers Cristo. Als Ausdrucksweise sinnloser griechischer Vetternwirtschaft gilt der im April 2010 in Athen genehmigte Antrag des Gouverneurs der Nachbarprovinz Elis, den Tempel unter Mißachtung der antiken Geschichte auf dem Papier aus dem Grenzgebiet Messeniens kurzerhand in seine Provinz zu verlegen, um anschliessend zu verkünden: „Es ist doch egal, welcher Provinz der Tempel gehört, da er ja ein Weltkulturerbe sei“….

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